Das Wetter gab es schon lang nicht mehr.
Und weißt du,
Ich vermisse den Wind
und den Schnee
und das Eis
und die Kälte
und dich.
Ich gestehe es: Ich habe manchmal keine Hoffnung.
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20110815
20110813
Was war das, als ich nicht mehr fähig war, blindlings ins Leere zu schreiben - mich nicht mehr aufraffen konnte, nachdem ich über bodenlose Ideen strauchelte? Es gab wichtigeres als das Schreiben. Ich musste eine Weile leben, rückhaltlos und unabhängig. Sonst gäbe es eines Tages nichts mehr, worüber ich schreiben kann - ich würde keine Buchstaben mehr verschenken können.
20110809
20110804
Nach tagelangem Regen schmeckte nichts besser, als der Sand in unseren Haaren, als die Sonne in unseren Augen. Ich wurde bereits müde von dem Geruch des Regens, als atmete ich die veränderte, narkotisierende chemische Zusammensetzung der Luft ein. Sie erinnerte mich zu sehr an den Atem zweier Küssender, der sich zu einem wärmeren und anders schmeckendem verbindet. Denn er schmeckt nach Regen, der irgendwann kommen wird. Ich wurde bereits müde von dem Geruch des Regens, (...).
20110721
20110718
20110711
20110705
20110630
Meine Gedanken gleichen der unruhigen Gischt, die mich mit bloßer Willenskraft erhebt, schaukelt und umspielt. Ich schlüpfe unter die Haut und bette mich in das schäumende Getöse, bis die Unendlichkeit mich verschlingt. Meine Haut aus dem Salz des Meeres. Meine Haare getränkt mit der bleiernen Schwerelosigkeit des Wassers. In meinen Blicken schlafen Küsten. Meine Gedanken tänzelnd wie die Kräuselwellen und so tief wie das kristallklare Wasser. Die kalte Brandung mein Herzschlag, gleite ich sicher durch das Nichts. Die sanften Wogen lassen mich erschaudern.
Ssssch - sssssch, Ssssch - sssssch.
Wie ein Ozean voll Traurigkeit und Tiefe, umspüle ich oft mein Dasein, möchte mit kalten Fingerspitzen alle Narben fortwischen. Bringt mich die Einsamkeit auf dem Meeresgrund um den Verstand, zwingen die mondhellen Nächte meine Facetten zum Glitzern, um mit Enttäuschung zu erahnen, dass die Flut sie wegschwemmt. Ich stehe vor mir selbst, als stünde ich am Rande des Pazifiks.
Ich bin der Ozean, eine versunkene Geliebte des Meeres.
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